„Es ist immer wieder sehr enttäuschend miterleben zu müssen, wie wenig manche Kommunen oder Kommunalparlamente dazu bereit sind sich Ideen zu öffnen, die dazu beitragen könnten, eine Gemeinde weiterzuentwickeln. Oder liegt es einfach nur daran einer Opposition keinen Millimeter vom „eigenen Garten“ zu gönnen?“, so Kreissprecher Klaus Borger. Hintergrund ist die Begründung des Mettlacher Verwaltungschefs in der SZ vom 07.11.2020, der die Ablehnung der Vorstellungen der Fraktion der Freien Wähler zur Entwicklung des Geländes des ehemaligen Scheuer-Hofes, die von der Grünen Fraktion grundsätzlich unterstützt wurde, zu begründen versucht.
Leider sehen sich viele Kommunen in der Rolle des Verwalters, anstatt des Gestalters. Man wartet offensichtlich, ohne selbst Überlegungen zur Gemeindeentwicklung anzu-stellen, auf Investoren, die das dann übernehmen. Wohin dies führen kann, erlebt man im Umfeld der Cloef oder auch z.B. in Merzig, wo der ausgebrochene 0-8-15 Bauboom das Gesicht der Innenstadt nachhaltig verändert hat.
„Während beispielsweise die Gemeinde und Saarschleife Touristik händeringend nach Standorten für Wohnmobile suchen und dafür sogar intakte Waldgebiete ins Spiel gebracht werden, wird beim Scheuer-Hof eine ergebnisoffene Diskussion mit dem Ziel eines attraktiven Konzeptes auf unbestimmte Zeit verschoben“ so Georg Dillschneider, Fraktionsvorsitzender im Mettlacher Gemeinderat.
Bei der bekannten parteipolitischen Nähe der Verwaltungsspitze zum Eigentümer des Geländes sollte es doch ein leichtes sein, mit diesem ins Gespräch zu kommen, um mit diesem die Realisierungschancen von Vorstellungen der Gemeinde, der politischen Gremien oder Vertreter derselben zu erörtern. Und natürlich sollte die Gemeinde den weiteren Prozess aktiv unterstützten, wenn es um Dinge geht, die der Gemeindeentwicklung dienen.
„Bürgermeister und Ratsmehrheit sollten sich ernsthaft überlegen, ob auch in Mettlach der Ablehnungsreflex für Ideen und Anträge der Opposition geeignet ist, die Gemeinde weiterzuentwickeln. Fundamentaltopposition und die Zukunft einer Gemeinde nur in die Hände von Investoren zu legen mag zwar bequem sein, läuft aber dem Ziel einer zukunftsfähigen Kommunalentwicklung zuwider“, so Klaus Borger.